Was macht einen medialen Menschen aus?
Elia
Was muss ein Medium beachten?
Ein Medium ist immer Medium!
Wie wird ein Medium glücklich mit seiner Gabe?
Zu Gast beim Seminar ist Thekla
Elia: Guten Abend, liebe Freunde.
Hajo: Guten Abend, Elia.
Thekla: Guten Abend.
Elia: Guten Abend, ich hoffe, ich bin nicht so ein Schreckgespenst, dass du in Ehrfurcht erstarrst.
Ich war ein Mensch und bin es in gewisser Weise, nur in erweiterter Form quasi, immer noch.
Ich bin wissend und ich bin auch unwissend.
Ich bin nur ein wenig auf einer Position, die einen weiteren Horizont hat.
Aber ich fühle, ich freue mich, ich kann traurig sein.
Ja, auch wenn es mir schwer fällt dies einzugestehen, ich vermag mich auch noch zu irren.
Ich bitte dich, stell mir deine Fragen.
T: Ja, also ich würde gerne wissen, wo der Schwerpunkt meiner Medialität liegt und wie ich den in meiner Arbeit einsetzen kann.
Elia: Ja, der Schwerpunkt der Medialität, Thekla, den gibt es gar nicht.
Man ist ein Medium, so wie man ein Maler ist oder ein Dichter.
Ein Dichter dichtet bei jeder Gelegenheit.
Ein Maler hat seine Bilder bei jeder Gelegenheit.
Ein Medium ist ein Medium, immer.
Die Frage ist, was du mit deiner Medialität bewirken möchtest.
Wozu soll sie dienen?
Zum Helfen, denke ich?
T: Mhm.
Elia: Zum Helfen, weil dieses dir ein tiefes Anliegen ist.
Not kennst du.
Verzweiflung kennst du, Verzweiflung an sich selbst.
Du kennst es, wie es sich anfühlt, begrenzt zu sein und die Hürden nicht zu nehmen, weil du nicht kannst.
Du bist ein Zeuge für all diese Dinge und hast daraus nicht Bitterkeit, sondern das Bedürfnis entwickelt, Anderen zu helfen, denen es genauso geht.
Du hast Hürden genommen, kennst Wege und Möglichkeiten und hast daraus nicht Stolz entwickelt, sondern Mitgefühl mit Jenen, die vor diesen Hürden, die du kennst, verzweifeln.
Medialität wirst du in keinem Bereich deiner Hilfstätigkeit ausklammern können.
Sie ist da, sie ist immer da.
Sie ist da, wenn du nur empathisch bist, denn auch das ist eine Form der Medialität.
Sie ist da, wenn du voraussiehst, dass die Wege, die die Anderen sich erdenken, so nicht funktionieren werden, sondern ein anderes Ende nehmen.
Sie ist da, wenn du beratend tätig bist.
Sie ist da, wenn du dich als Begleiter zur Verfügung stellst.
Sie ist aber auch schon da, wenn du nur zuhörst.
Das muss dir bewusst sein.
Du bist immer Medium.
Aber, das ist nicht die Frage, sondern die Frage ist:
Wenn ich offiziell als Medium arbeite, wenn ich als Mittler zwischen den beiden Bewusstseinsebenen tätig bin, wie bringe ich es in eine Form, die mir angemessen ist? Die meinem Leben, meiner Art des Wirkens am meisten entspricht?
Die Entscheidung kann und darf ich dir nicht abnehmen.
Aber ich kann dir erklären, welche unterschiedlichen Möglichkeiten da sind.
Die eine Möglichkeit ist zweifellos diejenige, dass Verstorbene dich sehr gerne als ihr Sprachrohr benutzen möchten.
Du musst dir klar darüber sein, welche Funktion ein Trauermedium hat.
Es trägt Verantwortung, denn es darf nicht, unter keinen Umständen, der Ersatz für eine Beziehung sein, die der Lebensplan beendet hat.
Aber es darf Dinge aufklären, die ungelöst blieben.
Es darf Zuversicht geben auf ein Wiedersehen.
Es darf die Gewissheit vermitteln auf die Befreiung von Lasten von Verschuldungen, von Verstrickungen, die zwischen Verstorbenen und Lebenden bestand über den Tod hinaus.
Es darf Erklärungen geben über das Wo und Wann und Warum des Sterbens.
All diese Dinge darf es, soll es tun, um beiden, Verstorbenen und Hinterbliebenen, die Möglichkeit zur Weiterentwicklung zu geben.
Man kann sich nicht weiterentwickeln, wenn der Tod Dinge offen gelassen hat, wenn eine schmerzvolle schwelende Wunde geblieben ist.
Weder der Verstorbene kann dies noch der Hinterbliebene.
Und es ist Sinn und Zweck des Lebens, ob im Jenseits oder im Diesseits, dass eine Weiterentwicklung stattfindet.
Hier wäre das Tätigkeitsfeld eines Trauermediums.
Du kannst, wenn du es willst, aber auch dabei helfen, Menschen in ihren karmischen Verstrickungen eine Hilfe zu geben, eine Möglichkeit zu geben, diese karmischen Verstrickungen zu lösen.
So wie es in der Regressionsarbeit immer wieder möglich ist.
Du arbeitest in einer von uns sehr geachteten Form der Erlösung alter Lasten.
Sie bezieht sich auf Sippen und es gibt diese Beziehungen, dies ist zweifellos so.
Wir weisen oft darauf hin.
Aber warum sucht sich eine Seele eine Familie aus?
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